Ich war als Kind das Mädchen, das nicht so funktionierte, wie es sollte. Darmprobleme, Erschöpfung, lange Erholungspausen, und jedes Jahr kamen neue Symptome dazu. Über die Jahre wurde es schlimmer. Irgendwann konnte ich nur noch drei Lebensmittel essen, und selbst die verursachten starke Magenschmerzen. Ich wurde immer schwächer und verzweifelter.
Ich war bei vielen Ärzten. Die Werte waren immer „unauffällig". Aber etwas stimmte nicht.
Damals war ich in der naturwissenschaftlichen Forschung tätig, und ich fing an, mein eigenes Problem so systematisch anzugehen, wie ich es aus dem Labor kannte. Ich las mich durch die Forschungsliteratur, liess in Absprache mit Ärzten gezielte Tests machen, die nicht im Standardprogramm waren: Mikrobiomanalysen, erweiterte Blutwerte, Stuhlmarker. Ich passte Ernährungsformen an, ergänzte Mikronährstoffe, immer datenbasiert, nicht aus dem Bauch heraus.
Schritt für Schritt wurde es besser. Als später Familienmitglieder schwer erkrankten, vertiefte ich mich weiter: Autoimmunerkrankungen, Darm-Hirn-Achse, funktionelle Medizin. Mit der Zeit konnte ich Menschen in meinem Umfeld dabei begleiten, ähnliche Wege zu gehen, immer ergänzend zur ärztlichen Versorgung.
Heute ist genau das mein Coaching: für Menschen, deren Darmgeschichten in der Standardabklärung nicht abgebildet werden.
„Drei Lebensmittel waren am Ende alles, was ich noch vertrug. Was mir geholfen hat, war nicht das nächste Weglassen, sondern verstehen, was im Hintergrund tatsächlich passierte."
Dr. B.J. Huber